Kulturmanagement.net (2019)

Freier Eintritt in Museen

Kein Patentrezept

Freier Eintritt wird immer wieder als Maßnahme zur Öffnung von Museen diskutiert und viele Museen haben inzwischen entsprechende Angebote entwickelt. Eine Evaluation des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg hat nun gezeigt, wie sich freier Eintritt auswirkt. Die zentralen Ergebnisse werden in diesem Beitrag durch die Autor*innen Nora Wegner und Tom Schößler bei Kulturmanagement Network vorgestellt.
Die konsequente Abschaffung von Eintritt in größere Dauerausstellungen ist bisher in Deutschland selten. Die Wirkungen von freiem Eintritt sind entsprechend bisher noch wenig erforscht. Steigen die Besuchszahlen? Und erreicht man neue, unterrepräsentierte Publikumsgruppen? Um eine empirische Basis für die Entscheidung zu schaffen, ob freier Eintritt in die Dauerausstellungen an den baden-württembergischen Landesmuseen eingeführt werden sollte, beauftragte das MWK eine umfassende Evaluation – ein nicht unbedingt übliches Vorgehen in kulturpolitischen Entscheidungsprozessen. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Ergebnisse und das Untersuchungsvorgehen zusammen.

Details
  • Autor*innen: Schößler, Tom / Wegner, Nora

  • Titel: Freier Eintritt in Museen – kein Patentrezept

  • Jahr: 2019

  • Zur Publikation: Kulturmanagement.net

Kulturmanagement.net (2019)2024-01-24T12:18:24+01:00

Ergebnisbericht MWK (2019)

Evaluation des freien Eintritts

Studie für baden-württembergische Landesmuseen

Wie wirkt sich freier Eintritt in Dauerausstellungen von Museen auf die Besuchsresonanz aus? Erreicht man damit neue Zielgruppen? Ausgehend von diesen Fragestellungen hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg eine umfassende Evaluation von freiem Eintritt in Dauer- und ausgewählten Sonderausstellungen an fünf baden-württem­bergischen Landesmuseen in Auftrag gegeben. Die Studie ist im Volltext zum Download verfügbar. Beauftragt wurde Kulturevaluation Wegner in Zusammenarbeit mit dem Experten für Preisgestaltung, Dr. Tom Schößler.
Die Studie untersuchte unter Einbezug des aktuellen Forschungsstandes exemplarisch drei kunst- und kulturwissenschaftliche sowie zwei naturwissenschaftliche Landesmuseen. Der Forschungsstand zum Thema wurde umfassend analysiert. Verschiedene laufende Modelle wurden einbezogen, z.B. freier Eintritt in Schausammlungen, eintrittsfreie Tage oder freier Eintritt für bestimmte Gruppen. 3500 Besucherinnen und Besucher der ausgewählten fünf Museen wurden befragt. Neben der Perspektive des Publikums wurden auch der Forschungsstand zu Nicht-Besucherinnen und Nicht-Besuchern sowie die Positionen der Museen zur Fragestellung untersucht. In ihrer Forschungsbreite und -tiefe ist die Studie in Deutschland damit bislang einzigartig.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora / Schößler, Tom

  • Titel: Evaluation des freien Eintritts in Dauerausstellungen für die baden-württembergischen Landesmuseen und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

  • Jahr: 2019

  • Auftraggeber: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Ergebnisbericht MWK (2019)2024-08-30T15:32:04+01:00

Museumsblätter Brandenburg (2018)

Situation der brandenburgischen Museen

Zielsetzung und Methoden der Museumserhebung

Der brandenburgische Museumsverband führte 2017 eine statistische Erhebung unter den Museen in Brandenburg durch, für die KULTUREVALUATION WEGNER beauftragt wurde. In den Mitteilungen des Museumsverbands werden diese Befragungsergebnisse vorgestellt, wie auch der folgende Prozess der Umsetzung und Weiterarbeit mit den statistischen Erkenntnissen geschildert wird.
Empirische Forschung mit aussagekräftigen Publikums­befragungen, systematischer Evaluation musealer Angebote oder der umfassenden Erhebung von Daten zur Museumslandschaft ist kein Standard im Museums­bereich. Nur wenige Museumsverbände in Deutsch­land können auf belastbare empirische Befunde zur Situation ihrer Museen zurückgreifen. Daher werden im Beitrag von Nora Wegner die methodische Vorgehensweise, Ziele und Inhalte der Befragung unter den brandenburgischen Museen vorgestellt. Die Bedeutung von Erhebungen unter den Museen wird erörtert, wie auch ein Bezug zu anderen vergleichbaren Studien und ihren Ergebnissen hergestellt.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Befragung zur Situation der brandenburgischen Museen, Zielsetzung und Methoden

  • Jahr: 2018

  • In: Museumsblätter, Mitteilungen des Museumsverbands Brandenburg, Nr. 33

  • Zur Publikation: Museumsverband Brandenburg

Museumsblätter Brandenburg (2018)2024-08-30T15:32:50+01:00

Standbein Spielbein (2018)

Ältere Menschen in Museen

Forschungsergebnisse zu Museumsbesuchen

Der Beitrag nimmt Ergebnisse aus Publikumstudien zu älteren Menschen im Museumspublikum in den Blick. Die hohe Bedeutung dieser Zielgruppe, Charakteristika, Informationsverhalten und Motive werden vorgestellt.
Weiterhin wird auf die Evaluation einer Ausstellung zum Thema Altern und deren Resonanz bei verschiedenen Zielgruppen eingegangen. Es zeigt sich grundsätzlich als wichtig,
dass ältere Menschen als heterogene Zielgruppen von Museen gesehen und analysiert werden, damit Museen diese wichtigen Zielgruppen an ihr Haus binden können.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Warum und wie besuchen ältere Menschen Museen? Ein Überblick aus Sicht der Besucherforschung

  • Jahr: 2018

  • In: Standbein Spielbein, No. 110

Standbein Spielbein (2018)2024-01-30T17:20:24+01:00

Banzer Museumsgespräche (2018)

Publikumstypologie zu Dauerausstellungen

Empirische Ergebnisse und Zukunftspotenziale

Ein zentrales Spannungsfeld der Museumsarbeit liegt darin, dass viele Museen auf Sonderausstellungen einen Schwerpunkt ihrer Arbeit legen. Dadurch kann sich aber der ursprüngliche Museumscharakter verändern, bei dem die traditionellen Aufgaben mit der Dauerausstellung im Mittelpunkt stehen. Für Museen stellt sich daher die Herausforderung, auch für ihre Dauerausstellungen ausreichend Besucher*innen zu gewinnen. Insbesondere für kleinere Museen sowie Museen im ländlichen Raum spielen die Dauerausstellungen eine bedeutende Rolle, da diese nur begrenzte Möglichkeiten für Sonderausstellungen haben. Fragen, wie Dauerausstellungen zeitgemäßer, attraktiver und lebendiger werden können, treiben demzufolge auch diese Museen besonders um. Diesem Spannungsfeld widmet sich der Beitrag. Er ist eine Überarbeitung des Vortrags bei der Tagung der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Menschen im Museum – Museen für Menschen“ am 29./30. November 2016 in Kloster Banz.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Dauerausstellungen – empirische Ergebnisse zu Besuchertypologie und Zukunftspotenzial

  • Jahr: 2018

  • In: Menschen im Museum – Museen für Menschen. Banzer Museumsgespräche Band 8.

  • Herausgeber*innen: Christoph, Barbara / Dippold, Günter

  • Zur Publikation: Bezirk Oberfranken

Banzer Museumsgespräche (2018)2024-01-31T17:32:23+01:00

Standbein Spielbein (2018)

Museumspublikum in den Fokus

Aktuelle Potenziale der Publikumsforschung und Evaluation

In zahlreichen Museen besteht immer noch ein nur eingeschränktes Verständnis von Besucher*innenforschung und Evaluation: Das breite Spektrum der Möglichkeiten ist nicht bekannt – und damit bleiben große Potenziale ungenutzt.

Der Beitrag ist eine Überarbeitung des Vortrags beim Herbsttreffen des Arbeitskreises Bildung und Vermittlung im Deutschen Museumsbund aus Anlass der Jahrestagung des BVMP e.V. am 5. November 2017 in Stuttgart. Er erläutert an Praxisbeispielen das notwendige erweiterte Verständnis von Publikumsforschung und Evaluation, um weitere Potenziale zu nutzen. U.a. wird auf zielgruppenspezifische Planungen, Kenntnisse über Nichtbesuchende und Hilfestellungen bei der Ausstellungsplanung eingegangen. Um Hürden für die Anwendung von Besuchendenstudien zu umgehen, werden zudem Empfehlungen für die Umsetzung sowie Argumente für deren Notwendigkeit gegeben.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Museumspublikum in den Fokus. Überblick über Möglichkeiten der Besucherforschung und Evaluation

  • Jahr: 2018

  • In: Standbein Spielbein, No. 109

Standbein Spielbein (2018)2024-01-30T17:24:48+01:00

Inthega Journal (2017)

Publikumsforschung für Gastspieltheater

Grundlagen, Stellenwert und Empfehlungen zur Umsetzung

Wer ist das Publikum meines Gastspieltheaters? Wie können Nichtbesucherinnen und -besucher erreicht werden? Diese Fragen stellen sich viele Gastspieltheater. Anknüpfend an die Jahrestagung der INTHEGA – Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V. 2017 werden in zwei Beiträgen im INTHEGA Kultur-Journal Antworten gegeben.

Der Stellenwert von Publikumsforschung speziell für Gastspieltheater wird beleuchtet und die zentralen Aussagen aus einem Vortrag auf der INTHEGA-Jahrestagung zusammengefasst. Es wird erklärt, was unter Publikumsforschung zu verstehen ist und mit einem häufig eingeschränkten Verständnis aufgeräumt. Welche wichtigen Resultate Besuchendenstudien ergeben können, zeigt das Beispiel einer Befragung an einem Gastspieltheater auf. Schließlich wird diskutiert, wie Publikumsforschung realisiert werden kann und wie mit Hürden bei der Anwendung umzugehen ist.

Weiterhin werden konkrete Empfehlungen zur Umsetzung von Publikumsforschung für Gastspieltheater gegeben. Es werden u.a. folgende Fragen beantwortet: Was benötigen Gastspieltheater, um Publikumsforschung anwenden zu können und welches sind ihre wichtigsten Fragen im Hinblick auf das Publikum?

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Empfehlungen zur Umsetzung – Publikumsforschung für Gastspieltheater

  • Jahr: 2017

  • In: INTHEGA Kultur-Journal. Band 2/2017 und 3/2017

  • Zur Publikation: INTHEGA Kultur-Journal

Inthega Journal (2017)2024-01-30T17:26:13+01:00

Museumskunde (2017)

Ausstellungen für Publikum aus der Region

Erfolgsfaktoren und Empfehlungen für Dauer- und Sonderausstellungen

Anknüpfend an die Jahrestagung des Deutschen Museumsbunds 2016 „Der Knoten im Netz“ wird in diesem Artikel speziell die Bedeutung von Dauer- und Sonderausstellungen für Besuchende aus der Region in den Blick genommen. Museen können für diese Gruppe einen wichtigen Ankerpunkt darstellen.

Welche Rolle hierbei explizit Dauer- und Sonderausstellungen spielen, wurde aber bisher noch nicht empirisch fundiert untersucht. Die Untersuchung ermittelte für die Zielgruppe der regionalen Besuchenden eine hohe Bedeutung von Sonderausstellungen. Für Dauerausstellungen stellten insbesondere deren Komplexität und mangelnde Besuchsanreize durch fehlenden Wechsel Barrieren dar. Aus den Ergebnissen leiteten sich Empfehlungen ab, wie Museen im Spannungsfeld zwischen Sonderausstellungen und traditioneller Aufgabenerfüllung bestehen sowie regionale Besucher*innen verstärkt für Dauerausstellungen gewinnen können.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Die Bedeutung von Dauer- und Sonderausstellungen für Besucher aus der Region – Erfolgsfaktoren der Ausstellungen und Empfehlungen für die Museumsarbeit

  • Jahr: 2017

  • In: Museumskunde. Band 81 2/16

  • Zur Publikation: Deutscher Museumsbund

Museumskunde (2017)2024-01-30T17:28:29+01:00

Standbein Spielbein (2016)

Publikum für Dauerausstellungen gewinnen?

Zeitgemäße Ausstellungen und Besuchstypologie

Fragen, wie Dauerausstellungen zeitgemäßer, attraktiver und lebendiger werden können, treiben die große Mehrheit der Museen um.

Sonderausstellungen sind für Museen häufig Publikumsmagnete, viele Museen legen hierauf einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Dadurch kann sich aber der ursprüngliche Museumscharakter verändern, bei dem die traditionellen Aufgaben mit der Dauerausstellung im Mittelpunkt stehen. Für Museen stellt sich die Herausforderung, auch für ihre Dauerausstellungen ausreichend Besucher*innen zu gewinnen.
Diese Herausforderungen nimmt die in diesem Artikel vorgestellte Untersuchung als Ausgangslage. Untersuchungsziel war, das jeweilige Publikum von Sonder- und Dauerausstellungen präzise zu charakterisieren, indem Typen von Ausstellungsbesuchenden bestimmt wurden. Weiterhin ermittelte die Studie, was Sonderausstellungen aus Publikumssicht so attraktiv macht. Die Ergebnisse geben Museen Handreichungen für zielgruppenorientiertes Arbeiten, um dem Spannungsfeld zwischen Sonder- und Dauerausstellungen gerecht zu werden.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Publikum für Dauerausstellungen gewinnen?

  • Jahr: 2016

  • In: Standbein Spielbein, No. 104

Standbein Spielbein (2016)2024-01-30T17:30:44+01:00

Lehrbuch Bildungsevaluation (2016)

Evaluation in Museen

Publikum im Mittelpunkt

Nora Wegners Beitrag im „Lehrbuch Bildungs- und Bildungsorganisationsevaluation“ bietet einen aktuellen Überblick über Evaluationen für die Bildungsorganisation Museum. Formen, Methoden und Instrumente werden an Untersuchungsbeispielen und mit Vertiefungsaufgaben anschaulich erläutert. Einen Schwerpunkt stellen Spezifika der Evaluation für Bildungseinrichtungen dar.

An Evaluation kommen Bildungswissenschaftler*innen wie Bildungspraktiker*innen heute nicht mehr vorbei. Das Lehrbuch „Bildungs- und Bildungsorganisationsevaluation“ schließt eine Lücke, indem es Evaluation in Bildungsorganisationen in einer umfassenden und zugleich kompakten Weise darstellt. Es bietet einen Überblick über Entstehungsbedingungen und Funktionen von Evaluationen und führt in unterschiedliche theoretische Ansätze sowie in aktuelle Diskussionen ein. Es geht auf zentrale Formen, Methoden und Verfahren der Evaluationsforschung ein, bezieht diese auf ein Spektrum von Bildungsorganisationen und auf unterschiedliche Inhaltsdimensionen.

Details
  • Autor*innen: Wegner, Nora

  • Titel: Evaluation in Museen und Ausstellungen – das Publikum im Mittelpunkt

  • Jahr: 2016

  • In: Bildungs- und Bildungsorganisationsevaluation. Ein Lehrbuch

  • Herausgeber*innen: Marburger, Helga / Griese, Christiane / Müller, Thomas

  • Zur Publikation: De Gruyter

Rezension

Das Lehrbuch liefert einen guten, umfangreichen und zugleich kompakten Überblick zu Kontexten, Theorien, Debatten sowie ausgewählten Formen, Methoden und Instrumenten der Evaluation im Bildungsbereich sowie zu einer bemerkenswerten Vielfalt von Bildungsorganisationen und inhaltlichen Dimensionen von Bildung.

Franziska Heinze, Frank König, Stefanie Reiter, Zeitschrift für Evaluation 1/2017

Lehrbuch Bildungsevaluation (2016)2024-01-31T14:41:22+01:00
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